H6 Zahnarztwagen Denta II
Nachdem man im Jahre 1953 im Ernst-Grube-Werk in Werdau erstmals Röntgenzüge auf Basis verlängerter H6-Fahrgestelle herstellte, folgten im Jahre 1955 zwei Dentalwagen.
Die als "Denta I" und "Denta II" bezeichneten Wagen verfügten über eine komplette Praxiseinrichtung vom Schreibtisch bis zum Zahnarztstuhl. Um einen Einsatz an jedem Ort gewährleisten zu können, gehörte ein Notstromaggregat auf einem Anhängerfahrgestell ebenfalls zur Ausstattung. Vermutlich wurden insgesamt drei mobile Zahnarztstationen hergestellt. Das hier gezeigteRA-Modell stellt die Version "Denta II" dar.
Da
ich das Modell nur noch in NVA-Lackierung erwerben konnte, mich aber
die zivile Farbgebung eher erfreut, blieb eine Demontage und eine
Neulackierung nicht aus. Bei dieser Gelgenheit konnte ich gleich noch
einige Änderungen vornehmen und Details ergänzen
Viele Konturen waren nciht klar herausgearbeitet und einige Proportionen nich symmetrisch. So passte auch der Aufbau nicht ganz sauber auf das Fahrgestell, vor allem bei dem doch recht happigen Preis dieses Modells.. Auch die Radien in den Seitenfenstern feilte ich aus, das kommt dem Vorbild näher.
Die Trennwand der
Fahrerkabine zum Aufbau, wie auch die weißen Bereiche in den Fenstern
bestanden einfach nur aus weißem Karton. Das konnte so nicht
bleiben!
Zuerst feilte ich die
Frontstoßstange auf eine venünftige Form , so dass auch das Oberteil
ordentlich auf dem Unterteil saß. Eine Trennwand habe ich aus
Polystrolplatte zurechtgeschnitten und gleich verklebt. Auch die Löcher
für die späteren Peilstäbe wurden gleich gebohrt, zudem montierte ich
auch gleich Steigbügel, aus Drahtstücken gebogen vor der Vorderachse.
Am
Oberteil bearbeitete ich noch einige Konturen und gravierte die Winker
hinter den Türen ein. Auch der Zusatzscheinwerfer (ein Metallgussteil
von V&V) fand zugleich seinen Platz. Am Anhänger stellte ich mit
einem gebogenen Stück Kupferdraht den Abgang des Auspuffs dar.
Übrigens
fertigte ich die Scheiben aus dünner Folie und lackierte die ,beim
Vorbild geätzten, weißen Bereiche mit stark verdünnter weißer Farbe.
Das Ergebnis wirkt sehr realistisch, da trotzdem noch Licht
hindurchscheinen kann.
Mit den
genannten Arbeitschritten hat das Modell ein wesentliche Aufwerung
erfahren und wird jetzt seinem vorherigen Anschaffungspreis gerecht.
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