Bagger und Baumaschinen










Gabelstapler 4045M


Resinbausatz von M.Klemm

Die dem Bausatz beigelegten Räder tauschte ich aus und spendierte dieser Maschine wesentlich schönere "Beine".

Scheinwerfer von V&V, geätzte W50-Spiegel, ein geätzter Wischer, Blinker, Rückleuchten sowie eine umfangreiche Alterung ergänzen das Modell.


Exemplare dieses Arbeitstieres aus der UdSSR konnte man überall in der DDR antreffen, über importierte Stückzahlen ist mir jedoch nichts bekannt.

Angetrieben wurde der Stapler von einem Viertakt-Benzinmotor mit 70PS Leistung aus dem LKW GAZ 63, seine Hubleistung wird mit 5 Tonnen beziffert.









In einer technischen Beschreibung steht folgendes geschrieben:


Der Gabelstapler gelangt zur Anwendung an Depot- und Umschlagstellen, in Lagerräumen, auf Bau- und Flugplätzen, Eisenbahnstationen und Industriebetrieben sowie in See- und Binnenhäfen.

Die Maschine kann mit verschiedenen auswechselbaren Arbeitsgeräten (Gabel, Kranarm, Schaufel) ausgerüstet werden, die sich am Hubwerkswagen anbauen lassen und zum Ergreifen von Stück- und Schüttgütern bestimmt sind.
   

Dampfwalze

ESPEWE-Modell

Das Vorbild dieser Walze wurde von Aveling & Porter in Rochester etwa 1902 hergestellt.

Durchaus möglich ist, dass derartige Maschinen noch in den Anfangsjahren der DDR zum Einsatz kamen.


   

RaupenKran RK-3 "Mitschurin"

Plastik/Resin-Bausatz von ZZ-Modell

Dieser als "Bleichert-Kran" bekannte Kranaufbau wurde anfänglich, im Auftrag der sowjetischen Besatzer, nur auf ZIS-Fahrgestelle montiert. Ab 1953 gab es den Kran, wie hier zu sehen,als Raupenkran auf einem Kettenfahrgestell. Später kam er auch auf G5, S4000 oder H6 zum Einsatz. Sämtliche Antriebe wurden durch Fremdstromeinspeisung versorgt. Aufgrund seines relativ hohen Gewichtes von ca.8,7 Tonnen war für den Kranbetrieb keine Abstützung notwendig.


   

Der Kran konnte mit angehängter Last (max. 3 Tonnen) mit einer Geschwindigkeit von 10m pro Minute verfahren werden.

Entwickelt und gebaut wurde dieser Kran im VEB Bleichert Transportanlagenfabrik Leipzig. 1960 wurde die Produktion zum VEB Förderanlagen "7.Oktober" Magdeburg verlagert und lief noch im selben Jahr aus. Insgesamt erblickten so in sieben Jahren507 Exemplare das Licht der Welt.


   

Lader T157-2

Weißmetallbausatz von Modellbahn Kreativ

Diesen Lader, im Volksmund gern auch Erdebeerpflücker oder Hühnerknie genannt, stellte der der VEB Landmaschinenbau "Rotes Banner" in Döbeln ab 1963 her.

Obwohl hier in der Rubrik Baumaschinen eingereiht, war der T157 doch überwiegend in der Landwirtschaft anzutreffen.


  Der extrem laute luftgekühlte Motor , hergestellt in Schönebeck, hatte satte 18 PS und wurde auch im RS09 verbaut. Die Höchstgeschwindigkeit dieses Laders betrug 15 km/h.

   

Lader T159

Resin-Bausatz mit Ätzteilen von Icar

Entwickelt wurde der 159er 1968/1969. Das Gerät sollte den T157 ablösen, de seine schwache Motorleistung viele Wünsche offen ließ. Allerdings blieb ein wesentlicher konstruktiver Nachteil erhalten, der mit 240 Grad eingeschränkte Schwenkbereich.


   

Die Fahrgeschwindigkeit dieses Laders betrug 3,6 bis 22 km/h.

Hergestellt wurde der T157 beim VEB Landmaschinenbau "Rotes Banner" in Döbeln, später wurde die Produktion nach Rumänien ausgelagert. Dort lief er, allerdings modifiziert, als TIH445 vom Band.


   

Lader TIH 445

Resin-Bausatz mit Ätzteilen von Icar 



  Nachdem die Produktion des T159 (siehe vorhergehendes Modell) 1972/1973 von Döbeln nach Rumänien verlagert wurde, entstand daraus der TIH 445, fortan wurde er in die DDR eingeführt.

   

Seilbagger Fortschritt T170

Auf Basis eines SES-T172 entstand dieses Modell. Dazu mußte der Oberbau unter anderem gekürzt werden. Das Fahrgestell wurde komplett neu aus Teilen der Bastelkiste hergestellt. Der Ausleger wurde aus Messingröhrchen optisch dem Vorbild entsprechend angefertigt.

Der Greifer stammt ebenfalls vom SES-Modell und wurde abgeändert.

Die Räder steuerte übrigens ein Mercedes-Transporter von Praline bei.


  Mit viel Glück kann man auch heute noch diese "technischen Denkmale" antreffen. So konnte ich im Jahr 2006 in Aken/Elbe ein solch seltenes, noch unrestauriertes Exemplar ablichten, welches bei einem dort ansässigen Brennstoffhändler noch gelegentlich Arbeit verrichtet.

   

Seilbagger Fortschritt T172 mit Kranhaken

Dieses Modell wurde aus Teilen mehrerer Basteltüten zusammengesetzt und lackiert.

Der T172 wurde von 1961 bis 1967 in Weimar produziert, sein luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Dieselmotor leistete 17 PS.


   

Fortschritt T174.1 mit Tieflöffel

Fertigmodell von Busch

Die doch sehr markanten Hydraulikschläuche dieses Gerätes stellte ich mit dünnem geschwärztem Kupferdraht dar.Zudem Erhielt die Tür eine Klinke, denn wie der Baumaschinenführer sonst in seine Kabine kommen soll haben die Formenbauer von Busch offengelassen. Die Fenstergummis stellte ich mit schwarzer Farbe dar und spendierte den Scheinwerfern transparenteEinsätze.


  Die Bagger der Baureihe 174 wurden im VEB Weimar-Werk produziert, die Einführung begann 1965. Die hier gezeigte Tieflöffelausrüstung war wohl im Vorbild eher selten zu sehen.

   

Fortschritt T174.2 mit Greifer

Fertigmodell von Busch

Auch an diesem Modell nahm ich die schon oben genannten Änderungen vor.

  Die Einführung des 174.2 ab 1974 brachte eine wichtige Änderung mit sich. Ab sofort befand sich am Unterwagen eine hydraulische Abstützung wodurch die Arbeit wesentlich sicherer wurde. Bagger dieser Baureihen waren bis zum Ende der DDR auf Baustellen und in der Landwirtschaft nicht wegzudenken, auch heute kann man diese Geräte noch ziemlich oft entdecken wie sie klaglos ihren Dienst verrichten.

   

Fortschritt T185

Resin-Bausatz von Jano

Eigentlich war für diese Baureihe die gelbe Farbgebung typisch. Da nur  wenige Exemplare in blauem Farbkleid das Werk in Weimar verließen, schien mir diese Farbvariante wesentlich interessanter.

Zusätzlich habe ich den Bagger, wie bereits bei meinen 174ern schon geschehen, mit Hydraulikschläuchen aus geschwärztem Kupferdraht ergänzt.


   

Der Öffentlichkeit wurde der T185 1979 auf der Leipziger Messe präsentiert. Er stellte den Nachfolger der 174er Reihe dar, eigentlich war er aber nur eine Versuchsreihe, da lediglich um die 60 Stück die Werkshallen verließen.

Zum Einbau kam ein tschechischer Zetor-Motor mit 60 PS, urpsrünglich wollte man russische Motoren verbauen.

Der Unterwagen wurde modifiziert vom T174 übernommen, der Oberbau weist in einigen Details schon auf die Nachfolgebaureihe T188 hin.


   

Fortschritt T188

Resinbausatz mit Ätzteilen von Icar

Wie bei den vorhergehenden Weimar-Baggern stellte ich auch an diesem Modell wieder die Hydraulikschläuche aus 0,5er Kupferdraht dar. Die Griffe lagen zwar als Ätztiele bei, dennoch fertigte ich sie aus Draht neu an. Die Seitenblinker an der Kabine ergänzte ich, man hatte sie bei Icar vergessen.







Der T188 war eine Weiterentwicklung des T185,er bekam den Motor vom W50 bzw. ZT323. Neu war außerdem die großzügig verglaste Panoramakabine und die Steuerung per Joystick.






Das erste Muster dieses Bagger wurde ab 1983 erprobt, 3 Jahre später wurde  Bagger auf der Agra-Messe in Markleeberg erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. In Serie ging der 188er dann 1988 , schon vier Jahre später wurde die Produktion schon wieder eingestellt.


 Universalbagger UB-20

 Resin-Bausatz von Icar

Ergänzt wurde der Bagger zudem durch Hydraulikschläuche aus dünnem Kupferdraht sowie Firmenlogos vom Wohnungsbau-Kombinat.
Damit man meinem Bagger seinen harten Einsatz auch ansieht habe ich ihn "eingestaubt".















Im Jahr 1955 entwickelte man in Nordhausen den UB-20 als ersten Hydraulikbagger in der Firmengeschichte. Da die Zulieferindustrie massive Schwierigkeiten mit Lieferung von Bauteilen hatte, ging der Bagger erst 1958 in Fertigung.






Nobas UB-80 Seilbagger , hergestellt in Nordhausen

Hierbei handelt es sich um ein altes ESPEWE-Modell , welches nur noch Bastelschrott darstellte. Da das Modell in einem ziemlich unrealistischen Orangeton gespritzt war habe ich es zerlegt , mit Teilen aus SES-Basteltüten ergänzt und in authentischem Farbton lackiert.







 



Nobas UB-80 mit Gittermast

Als Basis für dieses Modell musste ein ziemlich demoliertes und unvollstädiges ESPEWE-Modell herhalten.
Der Gittermast ist als bereits fertig zusammengelötetes Messingätzteil zusammen mit einem Kranhaken aus Resin von Permo erhältlich.

Der Greifer wurde aus Einem vom T172 von SES entsprechend umgebaut.







Einige Seile wurden ergänzt, da das SES-bzw. ESPEWE-Modell diesbezüglich sehr einfach gehalten ist. Das Seil ist eine Eigenafertigung aus gedrallter Litze. Der Auspuff wurde extra eingesetzt und die Griffstangen an Kabine und Heck aus Stahldraht angefertigt.Sämtliche Decals am Heck stammen von TL.






Die Seilrolle sowie das Fangseil für den Greifer wurden extra angesetzt. Die verschmutzt dargestellten Ketten aus geätztem Messing sind normalerweise auf einem Panzermodell der Wehrmacht zu finden.





Traktorbagger EO2621

Weißmetallbausatz mit Resinkabine von Jano

Die Kabine habe ich in vielen Konturen bearbeitet und die unteren Fenster in den Türen entsprechend ausgefeilt.





Diese Bagger auf Basis des sowjetischen Traktors Belarus MTS 80/82 wurden noch Ende der achtziger Jahre in wahrscheinlich eher geringer Stückzahl importiert. Bekannter war wohl der Vorgänger dieses Typs auf Basis des Belarus MTS 50/52











ZTS  UNC-60


Resinbausatz, Hersteller unbekannt











Über einen tatsächlichen Import dieses Mini-Radlader aus der CSSR konnte ich bislang noch keine Informationen sammeln, ein wenigstens testweiser Einsatz in der DDR wäre jedoch denkbar.

Die DDR produzierte ein sehr ähnliches Gerät unter der Bezeichnung MZG40.




Universalraupe UTB S-651

Resin-Bausatz, Hersteller unbekannt

Das Vorbild dieser kleinen Planierraupe wurde im rumänischen Brasov hergestellt.









Auch in der DDR war diese Maschine auf vielen Baustellen im Einsatz.





Planierraupe T100 , Import aus der UdSSR

entstanden aus einem Resin-Bausatz von Icar

Von mir wurde das Rohr zur Seilführung zusätzlich angebracht , welches man offensichtlich beim Entwurf des Modells vergessen hat. Außerdem habe ich das Modell mit Drahtseil von Roco ergänzt.








Die hier gezeigte Raupe stellt die ältere Ausführung mit Seilzug dar , sie wurde später durch die hydraulische Variante abgelöst.



 



T100 hydraulische Planierraupe , Import aus der UdSSR

Resin-Bausatz von Icar







Dieser Maschine sieht man die vielen bereits geleisteten Betriebsstunden und die schlechte Pflege ihres Personals an






Planierraupe T130 , Import aus der UdSSR

Resin-Bausatz von Icar








Die T130 stellt das Nachfolgemodell der hydraulischen Variante der T100 dar.




Motorgrader SHM4-120

Resinbausatz, Hersteller unbekannt

Von mir erhielt das Modell Räder eines SES-Volvo, da die im Bausatz enthaltenen nicht dem Vorbild entsprechen. Auch eine Rundumleuchte erhielt mein Grader.









Picco 1 - Dumper

Weißmetallbausatz von Modellbahn-Kreativ

Dieses etwas skuril anmutende Fahrzeug , im Volksmund wegen der drei Räder auch "Dreikantfeile" genannt , war auf jeder größeren Baustelle in der DDR anzutreffen.

Gebaut wurden dies Fahrzeuge von 1957 bis 1959  bei der Brandiser Maschinen- und Apparatebau KG (später umbenannt, siehe nächstes Modell), später im VEB Eisenbau Leipzig-Mölkau bis ca. 1970.







 


Dumper Picco Max4

Resin-Bausatz von Icar

Das Vorbild wurde ab 1959 im VEB Fahrzeug- und Ausrüstungsbau Brandis hergestellt.  Noch im Jahr des Produktionsstart wurde die Produktion des Max4 nach Leipzig- Mölkau verlagert, wo er noch bis 1968 montiert und dann durch den Waran 1500 abgelöst.

Insgesamt war dieses Fahrzeug sehr spartanisch und absolut zweckmäßig beschaffen.








A
ngetrieben wurde der Picco Max vom luftgekühlten Robur-Motor.







Kleindumper Waran 1501

Resin-Bausatz , Hersteller unbekannt












Dieses Gerät löste den ab 1968 im Leipziger VEB Eisenbau gebauten Waran 1500 im Jahr 1980 ab und wurde bis 1990 gebaut.










Dumper Dutra DR-50

Resin-Bausatz von Icar mit Ätzteilen













Von 1956 bis 1966 wurde dieses Fahrzeug in Budapest gefertigt, den Antrieb übernahm ein Csepel-Motor mit 60PS Leistung. Die erste Bauserie besaß noch keine Kabine, dafür konnte man den Sitz seitlich nach vorn drehen um bei Rückwärtsfahrt in Fahrtrichtung zu blicken. zu diesem Zweck hatte der DR-50 zwei parallel stehende Lenkräder an einer Säule.






Dumper Dutra DR-50 mit Kabine

Resin-Bausatz von Icar

Vorbildgerecht bekam der Dumper von mir zusätzlich noch Blinkleuchten an der Front und einen Scheibenwischer, diese Teilen waren im Bausatz nicht vorgesehen.












Ab 1961 konnten sich die Fahrer über eine wetterfeste Kabine freuen, allerdings konnte man dann nicht mehr auf beschriebene Weise rückwärts rangieren.Ein Großabnehmer dieser Fahrzeuge war damals übrigens die Sowjetunion.



Förderband

Plastik-Fertigmodell von BeKa-Modellbau

Diese Geräte waren an den verschiedensten Orten in der Bau- und Landwirtschaft zu sehen. Da auch viele Institute ,Schulen, Gärtnereien, Krankenhäuser usw. über eigene Heizhäuser mit Kohlefeuerung verfügten, waren solche Förderbänder eine große Hilfe, und eigentlich überall zu sehen.






Teerkochanhänger HL130.98/MK81

Eigenbau-Modell

Den Rahmen konnte ich von einem Brekina-Anhänger verwenden, der Radstand mußte jedoch verlängert werden.






De Kessel entstand aus einem Tankaufbau eines W50 von SES, er wurde jedoch umfassend verändert. Die Geländer und Griffe fertigte ich aus 0,4er Draht an. Viele Teile enstanden aus Polystrol-Platten und -Profilen. Ein Skoda-LKW steuerte den Tank für das Dieselaggregat bei.





Diese Anhänger wurden im Auftrag des VEB Bezirks-Direktion der Straßenwirtschaft Berlin von der Firma A.Schröder in Berlin gebaut.  Die korrekte Bezeichnung laut KTA-Typenblatt ist übrigens "Ausfahr- und Aufbereitungs-Motorkocher für Bitumengemisch.


Hier gehts zum Baubericht




Anhänger HL 30 mit Lichtmast

Eigenbau-Modell

Das Fahrgestell dieses Anhängers stellt SES her, entsprechend dem Vorbil wurde der Radstand gekürzt. Die Schutzbleche sowie den gesamten Aufbau fertigte ich aus Evergreen-Platten und -Profilen. Die Griffe bog ich aus 0.3mm Kupferdraht.






Das Vorbild dieses Anhängers stellte das VE Autobahnbau-Kombinat Greifswald her. Überwiegend wurden diese mobilen Beleuchtungsanlagen  im Bauwesen eingesetzt, weshalb ich den Anhänger auch in dieser Rubrik eingeordnet habe. Mögliche Einsatzgebiete sind auch in der Landwirtschaft denkbar.